Vegan Fasten

Pflanzenbasierte Ernährung liegt im Trend. Und das zurecht. Denn der Verzicht auf Fleisch ist gut – für die eigene Gesundheit, für die Umwelt und nicht zuletzt für die Tiere, die so nicht mehr auf dem Teller landen. Tatsächlich gibt es wenige gesundheitlichen Gründe, Fleisch auf dem Speiseplan zu behalten. VeganerInnen haben ein geringeres Risiko an Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen zu erkranken und auch von Krebserkrankungen, die mit Fleisch- oder Milchkonsum in Verbindung stehen, sind sie naturgemäß seltener betroffen. Dazu zählen Darmkrebs, Brustkrebs und Prostatakrebs.

Gleichzeitig fällt der ökologische Fußabdruck bei veganer oder vegetarischer Ernährung deutlich kleiner aus, als bei der herkömmlichen, Fleisch-lastigen Diät. Nutztiere produzieren (nicht zuletzt durch die nicht artgemäße Fütterung mit Kraftfutter) eine enorme Menge an Methan, das sie in die Atmosphäre verteilen. Methan ist ein noch potenteres Treibhausgas als CO2 und heizt als solches dem Klimawandel zusätzlich ein. Mit der Nutztierhaltung geht auch Landverbrauch einher. Um ein Kilo Schweinfleisch zu erzeugen, müssen 3 bis 6 Kilogramm Soja und andere Fütterungsmittel angebaut und verfüttert werden. Die Rindfleischproduktion ist noch wesentlich ineffizienter. Das Soja könnten wir auch einfach selbst essen und Anbauflächen und Tierweiden einsparen.

Und dann erst das Tierleid – Zig-Milliarden Tiere werden jährlich konventionell „produziert“. Das sind Tiere, die in ihrem kurzen Leben in ihrem eigenen Dreck stehen, keine Wiese, keinen Himmel sehen, meist kein artgerechtes Sozialverhalten erleben dürfen oder sich auch nur frei bewegen können. Die Schlachtung am Ende ist da oft noch das geringste Übel.

Allesamt also valide Gründe, die Umstellung auf eine vegane Ernährung endlich anzupacken. Doch gerade bei SportlerInnen halten sich einige Vorurteile, die reine Pflanzenkost betreffend, vehement. Groß ist die Furcht davor, energielos, blass und mit einer gravierenden Proteinunterversorgung kaum noch einen Fuß vor den anderen setzen zu können. An Sport kann in so einem Zustand gar nicht mehr zu denken sein. Dabei gibt es durchaus einige Spitzensportler und -innen, die hier mit gutem Beispiel voran gehen. Z.B. Venus Williams oder Scott Jurek – besonders unter Ultraläufern ist Veganismus übrigens keine Seltenheit.

Wir bei MTBC sind ja seit jeher vegetarisch unterwegs. Noch sind wir nicht unterernährt vom Trail geplumpst. Manchmal fragen wir uns aber, ob wir nicht noch einen Schritt weiter gehen und alle tierischen Produkte restlos aus der Küche verbannen sollen. Tja, zufälligerweise beginnt heute die Fastenzeit. Veganes Fasten liegt ja bereits seit einigen Jahren im Trend. Also gut, haben wir uns gedacht, springen wir halt auch auf den Zug – und testen das vegane Leben für euch aus Sicht der Sportbegeisterten. 40 Tage kommt bei uns nichts tierisches mehr auf den Tisch. Ganz unreligiös versteht sich. Deswegen verzichten wir auch auf das sonntägliche Fastenbrechen. Zusätzlich nützen wir die nächsten Wochen, um das Thema Veganismus und Sport zu beleuchten. Nächste Woche z.B. schauen wir uns an, wie es sich mit der rein pflanzlichen Ernährung im Ausdauersport verhält.

 

Quellen:
https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(18)31788-4/fulltext?utm_campaign=tleat19&utm_source=hub_page
https://ourworldindata.org/meat-and-seafood-production-consumption

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